Weiter geht es mit der Frage 15. Welche Ideen haben Sie, um generationenübergreifende Projekte oder Treffpunkte im Ort zu fördern? Vier Kandidaten treten zur Kommunalwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Manuel Schmidt (Die PARTEI), Dieter Michallek (SPD) und Stefan Dürrbaum (BfB).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton.
Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.

Welche Ideen haben Sie, um generationenübergreifende Projekte oder Treffpunkte im Ort zu fördern
Mike Rexforth
Mit dem Netzwerk der evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck, dem sozio-kulturellen-caritativen Leistungszentrum im alten Rathaus, den unterschiedlichsten Angeboten der katholischen Kirchengemeinde, der evangelischen Kirchengemeinde Gahlen und Damm sowie den Angeboten der Sport- und Heimatvereine haben wir eine Vielzahl an solchen Angeboten. Das Rad muss und kann von mir nicht neu erfunden werden.
Manuel Schmidt
Wenn die Bundesregierung das mit der realen Rentenalter-Anhebung wirklich durchzieht, werden die meisten generationenübergreifenden Begegnungen in Zukunft wohl am Arbeitsplatz stattfinden – zwischen Azubi und Ur-Opa am Kassenband. Da braucht’s eigentlich keine Extra-Projekte mehr, sondern bestenfalls eine gemeinsame Kantine mit Rollator-Garage und Sitzkissen im Stehbereich. Quasi das Multi-Generationen-Haus „Zur letzten Stechuhr“.
Trotzdem: Für alle, die noch Zeit neben der Schicht haben, will ich das Miteinander nicht dem Zufall überlassen. Hier haben die Sozialverbände und sozialen Dienste offenkundig viel mehr Plan, als eine Verwaltung oder Bürgermeister jemals haben werden. Die vielen aktuell laufenden Projekte müssen ausgebaut und auch weiterhin mit ausreichend Kohlen versorgt werden, so dass keiner vereinsamt oder vergessen wird.
Dieter Michallek
Jung und Alt müssen wieder mehr zusammenkommen – das stärkt unsere Dorfgemeinschaft. Ich will einen zentralen Begegnungspunkt schaffen, wo sich alle Generationen treffen können. Mehrgenerationenhäuser, gemeinsame Gärten und regelmäßige Dorffeste bringen Menschen zusammen.
Konkrete Ideen: Senioren helfen Schülern bei den Hausaufgaben, Jugendliche unterstützen Ältere bei Handy und Computer. Gemeinsame Projekte wie Dorfverschönerung oder historische Spurensuche schaffen Verbindungen. Sport- und Kulturangebote für alle Altersgruppen fördern den Austausch.
Bestehende Vereine sollen generationenübergreifende Aktivitäten entwickeln – mit unserer Unterstützung. Denn wenn Generationen voneinander lernen, profitieren alle. Das macht Schermbeck lebendig und liebenswert für jeden.
Stefan Dürrbaum
Ich möchte die Generationen in Schermbeck zusammenbringen, da dies den Zusammenhalt und die Lebensqualität für alle stärkt.
Meine konkreten Ideen dafür sind:
Multifunktionale Begegnungsstätten: Der Neubau der Grundschule oder alte Schulgebäude können zu lebendigen Treffpunkten werden. Dort könnten Projekte wie Lese-Paten-Programme oder generationsübergreifende Spielnachmittage stattfinden.
Gemeinsame Projekte: Ich möchte den Austausch zwischen Jugendgruppen, Sportvereinen und Seniorenorganisationen fördern, zum Beispiel bei der Pflege öffentlicher Flächen oder der Organisation von Festen. Ältere Schermbecker können ihr Wissen teilen, Jüngere bringen frische Ideen ein.
Digitale Patenschaften: Durch Digital-Paten-Programme, bei denen junge Erwachsene Senioren den Umgang mit digitalen Geräten erklären, können wir die digitale Kluft verringern und Vorurteile abbauen.
Gestaltung des öffentlichen Raums: Bei der Planung neuer Parks und Spielplätze sollten wir gezielt generationsübergreifende Elemente wie Mehrgenerationen-Sportgeräte integrieren, um gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen. Mein Ziel ist es, eine Kultur zu etablieren, in der sich die Generationen in Schermbeck auf natürliche Weise begegnen und unsere Gemeinde gemeinsam gestalten.
Morgen geht es im Teil 16 weiter mit Gesellschaft und Zusammenhalt und der Frager: Wie möchten Sie sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung in Schermbeck barrierefrei am öffentlichen Leben teilnehmen können – sowohl baulich als auch sozial?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.























