Wir möchten bei der 12. Frage wissen: Wie möchten Sie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Entscheidungen verbessern?
Vier Kandidaten treten zur Kommunalwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Manuel Schmidt (Die PARTEI) und Stefan Dürrbaum (BfB).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton.
Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.

Frage: Wie möchten Sie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Entscheidungen verbessern?
Mike Rexforth
Schermbeck wird schon heute von unabhängigen Institutionen eine sehr gute Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger attestiert. Egal ob Umgestaltung der Mittelstraße mit den Bürgerdialogen, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen beim Bau der neuen Skateranlage oder beim Neubau der Grundschule: Da, wo es sinnvoll ist, werden wir den Weg sicherlich weiter beschreiten.
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir gewählte Ratsvertreter*innen haben, deren Aufgabe es ist, die Interessen der Bürgerschaft zu vertreten. Das ist die dienstliche Beschreibung zum Thema. Wir leben in Schermbeck und nicht in Berlin.
Für mich als Mike Rexforth, Bürger und Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck, fängt die Bürgerbeteiligung schon beim Verlassen des Hauses an: bei Overkämping an der Theke, bei unseren Veranstaltungen, beim Besuch der Schützenfeste und der Veranstaltungen der Heimatvereine, der Feuerwehr oder der Sportvereine.
Für mich ist Bürgerbeteiligung das Gespräch beim Spaziergang durch die Gemeinde, bei dem ich auf viele Menschen treffe. Ich bin überall unterwegs und habe immer ein offenes Ohr für die Menschen hier in Schermbeck und allen Ortsteilen.
Dieter Michallek
Bürgerbeteiligung muss mehr sein als nur Wahlen alle fünf Jahre. Ich will regelmäßige Bürgersprechstunden, Ortsteildialoge und digitale Beteiligungsplattformen einführen. Bei wichtigen Projekten sollen Bürgerversammlungen von Anfang an mitentscheiden – nicht erst, wenn alles feststeht. Transparente Information über geplante Maßnahmen und deren Kosten ist dabei selbstverständlich. Jede Meinung zählt, auch kritische Stimmen. Nur gemeinsam können wir die besten Lösungen für Schermbeck finden und umsetzen.
Manuel Schmidt
Bürgerbeteiligung klingt immer super, ist aber in der Realität oft so leer wie das Altglas am Sonntag. Die meisten bewegen sich erst, wenn’s direkt vor der Tür kracht oder das Daydrinking gestört wird.
Ich mach mir da nichts vor: Viele haben keinen Nerv, andere keine Zeit, die meisten keinen Bock. Trotzdem glaube ich, dass Beteiligung klappt, wenn sie unkompliziert, ehrlich und manchmal sogar witzig ist.
Lieber offene Sprechstunden, spontane Walk & Talks oder „Rathaus goes Kneipe“ als PowerPoint-Events. Und wenn jemand das perfekte Konzept kennt: immer her damit, aber bitte ohne Fragebogen-Marathon!
Stefan Dürrbaum
Bürgerbeteiligung ist für mich kein Muss, sondern eine echte Chance. Ich sehe sie als Grundpfeiler für gute Politik, die Vertrauen schafft, zu besseren Lösungen führt und den Zusammenhalt stärkt.
Dafür setze ich auf:
- Transparenz und Verständlichkeit: Wir müssen Informationen zu kommunalen Projekten leicht zugänglich und in klarer Sprache aufbereiten. Die digitalen Kanäle der Gemeinde, wie die Homepage und soziale Medien, sollen hierfür stärker genutzt werden.
- Niedrigschwellige Beteiligungsformate: Ich möchte neue Wege für den Dialog mit den Bürgern schaffen. Dazu gehören themenspezifische Bürgerversammlungen zu konkreten Projekten, eine Online-Beteiligungsplattform für Ideen und Abstimmungen, die Einführung eines Bürgerhaushalts, über dessen Verwendung die Bürger mitbestimmen können, Zukunftswerkstätten und Planungsworkshops, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, sowie regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus und in den Ortsteilen.
Mein Ziel ist eine aktive und lebendige Bürgerbeteiligungskultur, die unsere Entscheidungen besser und nachvollziehbarer macht.
Morgen geht es im Teil 13 um die Fragen: Wie stehen Sie zur digitalen Verwaltung und wie wollen Sie deren Ausbau vorantreiben?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW























