Neuer König am Mühlenteich: Kiliangilde Schermbeck krönt fröhlich Jeremy Geßmann zum neuen Schützenkönig.
Mit einem satten Peng! und einem spektakulären Treffer holte Jeremy Geßmann am Samstag um exakt 17.59 Uhr mit dem 373. Schuss den hölzernen Vogel von der Stange. Um 17:59 Uhr war es so weit. Mit dem 373. Schuss holte der 25-jährige Jeremy Geßmann den hölzernen Vogel unter dem tosenden Jubel der Zuschauer von der Stange und sicherte sich damit die Königswürde 2025/2026. An seiner Seite regiert künftig die 24-jährige medizinische Fachangestellte Kimberley Kister.

Erst wenige Stunden zuvor war sie in das königliche Vorhaben eingeweiht worden und brauchte nach eigenen Worten erst mal einen Moment zum Durchatmen. Auch Jeremy hatte sich erst am Morgen zur Teilnahme entschieden. Seine Spontanität wurde belohnt. Begleitet wird das Paar von den Ehrendamen Bea Heinemann und Lina Preuß.

Wenn am Mühlenteich vom 6 mm Kleinkaliber auf 12 mm Schrot gewechselt wird, wissen Eingeweihte, dass jetzt die heiße Phase beginnt. Das war auch beim diesjährigen Königsschießen der Kilian Schützengilde Schermbeck nicht anders. Während der dazwischenliegenden Schießpause marschierte um 17:15 Uhr eine große Abordnung der Schützengilde Altschermbeck auf das Festgelände. Angeführt von Oberst Ralf Schlebusch und Major Nico Höller, gefolgt von der Blaskapelle „Einklang Schermbeck“ und einem beeindruckenden Tross, verfolgten sie den aussichtslosen Kampf des Vogels an der Stange.


Schon am Freitagabend beim Thronball war die Stimmung auf Hochglanz poliert. Zwischen Tanzfläche und Zapfhahn machten Gerüchte die Runde: Wer folgt auf Philipp Nuyken und Laura Hahs? Auch die Ehrenpaare Solveig Zawidzki, André Anschütz sowie Sonja und Michael Matuszczak hatten bereits stilecht Platz gemacht – und ganz Schermbeck spekulierte. Nun ist es offiziell: Jeremy Geßmann und seine Königin Kimberley Kister übernehmen das Kommando für das Schützenjahr 2025/2026.


Spannung an der Vogelstange
Der Andrang war anfänglich beachtlich, viele wollten zumindest einen Schuss wagen. Doch als der Vogel langsam mürbe wurde, trennte sich die Spreu vom Schützenweizen. Am Ende war Geßmann der Einzige, der noch auf den Vogel draufhielt. Zum Glück spielte auch das Wetter mit: strahlender Sonnenschein und kühle Getränke sorgten für beste Festplatz-Stimmung.


Wer schoss was? Die Insignien gingen an:
- Reichsapfel: Christian Seddig
- Zepter: Tim Besten
- Linker Flügel: Markus Redeker
- Rechter Flügel: Lenja Niesen
- Krone: Florian Köster
- Kopf: Monika Haschke


Dirigentin mit Charme und Taktgefühl
Schon gegen Mittag, als sich noch zahlreiche Schützen an der Vogelstange versuchten, zeigte die amtierende Königin Laura Hahs den, dass sie nicht nur auf dem Thron, sondern auch vor dem Orchester eine gute Figur macht. Kurzerhand übernahm sie den Taktstock der Städtischen Musikkapelle Ahaus – und dirigierte mit viel Elan das beliebte Schützenfestlied „Auf der Vogelwiese“.

Königlicher Kommentar mit Humor
Wie gewohnt führte Christian Hölting pointensicher durch den Wettbewerb. Ob zitternder Vogel oder nervöse Anwärter, mit schlagfertigen Kommentaren und sicherem Gespür für den Moment hielt er das Publikum bei Laune. Die Stimmung war wie schon am Vortag wieder bestens. Dazu trug natürlich auch das optimale Wetter bei. Der krönende Abschluss folgt auf dem Fuß. Die feierliche Inthronisation des neuen Regentenpaares findet um 20:00 Uhr am Ehrenmal statt.


Mit dem neuen Königspaar startet nun ein weiteres Kapitel im Schützenjahr der Kiliangilde. Und das Fazit des Tages? Stimmung top, Wetter top, Vogel platt – alles richtig gemacht!




















