Nachruf auf die langjährige Leiterin des Haus Kilian, Birgit Förster
Es sind Tage wie diese, die man nur ungern erleben möchte.
Mit großer Traurigkeit nehmen wir Abschied von Birgit Förster, der langjährigen Leiterin des Hauses Kilian, die im Alter von 62 Jahren verstorben ist.
Birgit war seit 2001 die gute Seele des Haus Kilian, ein Haus, das für sie weit mehr als nur ein Arbeitsplatz war – es war ihr zweites Zuhause. Die Menschen, die im Haus lebten, nannte sie liebevoll ihre Familie.
Heute begleiteten wir Birgit auf ihrem letzten Weg nach einer bewegenden Trauerfeier. Nahezu alle Kolleginnen, Kollegen und Bewohnerinnen und Bewohner nahmen Abschied von einer außergewöhnlichen Frau. Es war berührend zu erleben, welch enge Bande über die Jahre zwischen Birgit und dem gesamten Haus Kilian gewachsen sind. Die große Traurigkeit, die wir empfinden, ist ein eindrucksvoller Beweis für Birgits Herzlichkeit, Menschlichkeit und Liebe.
Birgit war das lebendige Synonym für Inklusion. Sie glaubte fest daran, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen, ein Recht auf Teilhabe und Wertschätzung hat. Ihr unermüdlicher Einsatz bereicherte nicht nur das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Kilian, sondern schärfte auch das Bewusstsein in unserer gesamten Gemeinde. Sie baute Brücken, wo zuvor Mauern standen, und verstand es, Menschen zusammenzubringen – egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung.
Das Haus Kilian war für Birgit kein Dienst nach Vorschrift, sondern ein Ort der Begegnung und des Miteinanders. Sie organisierte zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärkten und Inklusion erlebbar machten. Ob Oktoberfest mit den beiden Kilian-Schützengilden, Cocktailstände auf unseren Straßenfesten oder das Live-Konzert der „Goldenen Reiter“ mit den Schermbecker Landhelden – all diese Ereignisse waren nicht nur Feiern, sondern auch Gelegenheiten, um zu zeigen, dass Vielfalt eine Bereicherung ist.
Birgit ließ keine Minute verstreichen, um den Menschen mit Beeinträchtigung in unserer Gemeinde ein Gesicht zu geben. Ihr Engagement machte das Haus Kilian zu einem Leuchtturm der Menschlichkeit, Vielfalt und Besonderheit in Schermbeck. Sie lehrte uns, dass Inklusion nicht nur ein Konzept, sondern eine Haltung ist, die in jedem von uns verankert sein sollte.
In dieser schweren Zeit gilt auch Helmut, ihrem treuen Ehemann, besondere Anerkennung. Helmut war nicht nur Birgits Lebenspartner, sondern auch ihr Fels in der Brandung. Er stand ihr stets zur Seite, unterstützte sie in ihrem unermüdlichen Engagement und teilte ihre Vision von einer inklusiven Gesellschaft. Seine Geduld, sein Verständnis und seine Liebe waren für Birgit eine unverzichtbare Stütze. Sein Einsatz und seine Hingabe werden in den Herzen all jener weiterleben, die Birgit gekannt haben.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt ihm sowie Birgits Eltern. Birgit hat der Gemeinde Schermbeck nicht nur als Leiterin des Hauses Kilian, sondern auch durch ihr ehrenamtliches Engagement als Behindertenbeauftragte in den letzten zwölf Jahren viel gegeben. Ihr Vermächtnis der Inklusion wird uns weiterhin inspirieren.
Mike Rexforth
Bürgermeister























