50 Jahre Gemeinde Schermbeck im Kreis Wesel
Rund 42 Bürgerinnen und Bürger nahmen am Montagabend an einer besonderen Heimatführung teil, die den Titel „50 Jahre Gemeinde Schermbeck im Kreis Wesel“ trug. Eingeladen hatte der CDU-Ortsverband. Rainer Gardemann, Fraktionsvorsitzender im Schermbecker Gemeinderat, überraschte die Zuhörer, darunter auch Landrat Ingo Brohl, Bürgermeister Mike Rexforth und Charlotte Quik (MdL) mit zahlreichen historischen Informationen zu den einzelnen Stationen. Landrat Ingo Brohl ging in seiner Begrüßung auf die Entwicklung des Ortes ein: „Schermbeck hat in den letzten Jahren viel getan, um lebendig zu bleiben.“

Historische Stationen und Zuständigkeiten
Die Gemeinde Schermbeck in ihrer heutigen Form entstand zum 1. Januar 1975, als acht bis dahin selbständige Gemeinden aus den damaligen Kreisen Rees, Dinslaken und Recklinghausen zusammengeführt wurden. Zeitgleich wurde auch der Kreis Wesel gegründet.
Diese historische Zäsur war Ausgangspunkt für den Rundgang, bei dem die Teilnehmer nicht nur spannende Fakten, sondern auch einen plastischen Eindruck davon erhielten, wie Verwaltungsebenen verzahnt sind und welche Wege Entscheidungen nehmen.
Dabei wurde immer wieder deutlich, wie eng Gemeinde und Kreis organisatorisch miteinander verflochten sind.

Feuerwehr in Schermbeck Teil der Gemeinde
So ist die Feuerwehr in Schermbeck Teil der Gemeinde, während die im selben Gebäude ansässige Rettungswache dem Kreis Wesel untersteht.
Die Route führte entlang zahlreicher markanter Punkte, die ebenfalls beispielhaft dafür stehen, wie Gemeinde- und Kreisstrukturen ineinandergreifen, z. B. ÖPNV und der Nahverkehrsplan, ein klassisches Beispiel für Kreiszuständigkeiten, die das alltägliche Leben in der Gemeinde unmittelbar beeinflussen.

Sonderfall Polizei
Ein Sonderfall ist die Polizei, sie gehört organisatorisch weder zur Gemeinde noch direkt zum Kreis, sondern zum Land NRW.
Zu den Stationen gehörten neben dem Rathaus u. a. die Wall-/Grabenzone, wo die historische Abgrenzung zwischen den früheren Gemeinden verdeutlicht wurde, die St. Georgs-Kirche und die Schermbecker Burg, einst Sitz des Drosten und Richters.

Geselliger Ausklang
Die Mischung aus historischer Einordnung, praktischen Beispielen aus dem Alltag und geselligem Beisammensein kam bei den 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sichtlich gut an. Beim Grillen an der Selecao Soccerhalle klang der Nachmittag im Anschluss an den informativen Rundgang gemütlich aus.


























